Laieninitiative

Lebendige Kirche — vom Gestern zum Heute. Unterstützen Sie die Laieninitiative!

Mehr über uns | Unterstützungserklärung >

Einsatz für mutige Reformen

Die Laieninitiative ist als freie Gemeinschaft von Katholikinnen und Katholiken davon überzeugt, dass das historische Kirchenmodell in vieler Hinsicht überholt und heute nicht mehr tauglich ist. Sie setzt sich daher energisch für mutige Reformen ein, vor allem zur Verbesserung der prekär gewordenen Seelsorgesituation. Der in unserer Gesellschaft noch immer vorhandene und unersetzliche Glaube darf nicht Opfer eines unfruchtbaren und ängstlichen Beharrens werden.

Vom Gehorsam zur Verantwortung

Nachdem bisher alle Bemühungen vergeblich waren, ist die Laieninitiative zum Entschluss gekommen, offenen "loyalen Widerstand" gegen ein unerträglich gewordenes klerikales System zu leisten. Sie sieht angesichts der gegenwärtigen Situation nur die Möglichkeit, sich von der Kirchenleitung dort zu lösen, wo diese im Widerspruch zur unaufgebbaren Verantwortung des am Willen Jesu orientierten christlichen Gewissens  handelt. Dieser Schritt führt vom sterilen „Gehorsam" zur Eigenverantwortung mündiger Katholikinnen und Katholiken.

Für die Integrität der Kirche

Die Laieninitiative ruft angesichts einer dramatisch gefährdeten Gemeinschaft des Glaubens dazu auf, die Kirche nicht zu verlassen, sondern alles zu unternehmen, um eine ihrer Aufgabe nicht mehr gewachsene "Obrigkeit" daran zu hindern, die Kirche immer mehr mit  schweren Problemen zu belasten. Dieser Aufruf geschieht unter grundsätzlicher Wahrung der Loyalität gegenüber der Kirche, deren Einheit und Integrität wiederherzustellen sind. Besteht doch schon längst eine höchst bedrohlichen Spaltung zwischen "oben" und "unten", zwischen dem autoritären Papstregime und einem Gottesvolk, das dem christlichen Glauben wieder Leben und Zukunft geben will.

Worum es letztlich geht

Was die Laieninitiative bewegt, findet sich sehr treffend in einem Artikel beschrieben, den der an der Universität Wien lehrende Fundamentaltheologe Wolfgang Treitler für die "FURCHE" (v. 15. 4. 10) verfasst hat:

"... Angesichts dieser Lage, die im Ganzen zur Zeit dunkel und traurig ist, gibt es wahrscheinlich nur eine Alternative: Entweder man resigniert und verabschiedet sich irgendwann von der gegenwärtigen Kirche und ihrer Verfassung, die in ihrem Formalismus abstirbt und nicht mehr ins Heute reicht - oder man stellt sich auf die Füße mit starkem Rückgrat und steht ein für das, was man vom Glauben erfasst hat. Vom Glauben Israels, der im Gefolge des Jesus von Nazareth für die Welt der Heiden zugänglich geworden ist. Das ist eine Kern- , ja eine Überlebensfrage zumindest für das europäische Christentum und gewiss für die römisch-katholische Kirche."

Mehr über uns | Unterstützungserklärung >


12.602
BISHERIGE UNTERSTÜTZER